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Ziele
BUDI: Pilotaktionen zur Entwicklung eines funktionierenden Marktes für Energieausweise
Um die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern, hat das Europäische Parlament gemeinsam mit dem Rat die Richtlinie über die “Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden” (Building Directive) erlassen. Hintergrund für die Gebäude-Richtlinie“ sind die Klimaschutzziele der EU und ihrer Mitgliedstaaten.
Für Österreich setzt die Richtlinie einen Meilenstein bei der Verbesserung der energetischen Effizienz von neuen und bestehenden Gebäuden. Beim Bau, beim Verkauf oder bei der Vermietung von Gebäuden wird künftig ein Energieausweis vorzulegen sein, der nicht älter als 10 Jahre sein darf. Es ist wichtig gut auf den Start 2006 vorbereitet zu sein. Das oberste Ziel des Projekts BUDI“ ist eine beschleunigte und erfolgreiche Einführung des Energieausweises. Es muss ein funktionierender Markt geschaffen werden, damit der Energieausweis als effektives Instrument zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden dienen kann.
Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der regionalen Ebene. Viele relevante Akteure im Gebäudebereich arbeiten auf dem regionalen Sektor. Es werden zahlreiche Pilotaktionen in sechs Europäischen Regionen durchgeführt um eine erfolgreiche Einführung des Energieausweises noch vor 2006 vorzubereiten. Diese umfassenden internationalen Erfahrungen können genutzt werden um Barrieren bei der Einführung der Direktive zu überwinden und Hemmnisse zu beseitigen.
Die Ziele des Projektes sind:
- Gründung von regionalen Informations- und Kompetenz-Zentren in denen die praktischen Erfahrungen weiter gegeben werden.
- Durchführung von Pilot Aktionen für die beiden wichtigen Zielgruppen: Öffentliche Gebäude und Wohnungsgesellschaften (60 Zertifikate für Wohnhäuser 48-60 für öffentliche Gebäude).
- Unterstützung der Zielgruppen bei einer weiteren Verbreitung der Energieausweise durch umfassende Beratung, Information und Bereitstellung von Werkzeugen.
- Entwicklung eines Trainingseminars für unabhängige Experten um eine ausreichende Zahl an qualifizierten Experten auszubilden.
- Entwicklung von Richtlinien und Zulassungskriterien für die Fachleute, die Energieausweise ausstellen dürfen (Qualitätssicherung).
- Erstellung einer Plattform für regelmäßigen und aktuellen Austausch von Erfahrungen unter den regionalen (und nationalen) Akteuren in Europa (Homepage, Workshop etc.).
- Es werden Beispiele und Vorzeigeprojekte einer erfolgreichen Einführung des Energieausweises auf regionaler Eben erarbeitet. Werkzeuge, Richtlinien und Zertifikate werden allen interessierten Akteuren in Europa zur Verfügung gestellt.
Was ist das Besondere an diesem Projekt?
- Ein Netzwerk aus regionalen Akteure: Zur Zeit läuft die Kommunikation über die Gebäuderichtlinien vor allem auf nationaler und europäischer Ebene ab. Dieses Projekt soll dafür sorgen auch regional ein Netzwerk von relevanten Akteuren zu bilden.
- Fokus auf Markt und Einführungskriterien: Im Moment wird national das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung der Berechnungsmethoden gelegt. In diesem Projekt liegt der Fokus auf den Marktmechanismen, der Bewusstseinsmachung, dem Test der Einführung, der Hilfe bei der Startphase und dem Einsatz der Energieausweise.
- Gezielte Einführungshilfen: Das Projekt endet nicht mit den einzelnen Pilotaktionen. Es werden gezielte Aktivitäten gesetzt um eine breite Einführung des Energieausweises bei der öffentlichen Hand und Wohnungsgesellschaften zu erreichen.
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